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F&A

Sie möchten mehr über unser verantwortungsbewusstes
Handeln erfahren? In diesem Abschnitt finden
Sie relevante Informationen dazu.

1. Weshalb haben Sie der Rainforest Alliance und der 4C-Initiative den Vorzug gegenüber anderen Nichtregierungsorganisationen und internationalen Kaffee- und Fairtrade-Partnern gegeben?

Unser Ansatz für eine verantwortungsbewusste Agrarwirtschaft ist offen und inklusiv. Wir arbeiten mit der Rainforest Alliance zusammen und gehören zu den Gründungsmitgliedern von 4C, weil diese Organisationen unser Engagement für optimale Anbaumethoden und nachhaltige Kaffeeproduktion teilen, vor allem auch das Bestreben nach kontinuierlicher Verbesserung. Diese Zusammenarbeit schliesst Partnerschaften mit anderen NROs, die sich für eine Optimierung des Kaffeesektors einsetzen, nicht aus. Beide Organisationen setzen sich für eine Verbesserung der gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen der Kaffeebauern ein.

2. Wie gestaltet sich konkret Ihre Arbeit vor Ort, und wie stellen Sie sicher, dass die Initiativen auch wirklich den einheimischen Kaffeebauern zugute kommen?

Unser Netzwerk von Agronomen und Handelspartner unterstützt die lokalen Farmer und ihre Kooperativen bei der Umsetzung der 4C-Kriterien und der landwirtschaftlichen Projekte. Unser Plan setzt vor allem auf die Verbesserung des Einkommens der lokalen Farmer durch die Einführung sinnvoller Anbaumethoden und die Erneuerung des Pflanzenbestands durch ertragreichere Arten, die auf der gleichen Fläche mehr Ernte bringen, sowie durch eine Reduzierung der Kosten und eine Diversifizierung der Einkommensquellen der Bevölkerung. Ergänzt wird dieser Ansatz durch Schulungen zur Optimierung der Quantität und der Qualität sowie durch den direkten Einkauf. Vor allem geht es uns jedoch um die Schaffung gemeinsamer Werte auf lange Sicht – und keinesfalls nur darum, den Bauern kurzfristig zu einem höheren Einkommen zu verhelfen.

3. Überwachen Sie das Mindesteinkommen der Bauern, von denen Sie Ihren Kaffee kaufen? Und was unternehmen Sie, wenn die Vorgaben nicht erreicht werden?

Als Teil unseres verantwortungsbewussten Ansatzes beim Anbau haben wir uns zur Einhaltung des 4C-Verhaltenskodex verpflichtet. Dieser legt auch ein faires Einkommen für die Kaffeebauern fest. Die Association hat ein glaubwürdiges, effizientes und unabhängiges Verifikationssystem entwickelt, anhand dessen die 4C-Einheiten (Produzentengruppen) beurteilen können, wie gut sie den Kodex umsetzen. Bei Abweichungen wird die 4C-Lizenz nicht erteilt.

4. Nutzen Sie GM-Technologie oder Klonen bei den Kaffeepflanzen?

Nein, wir verwenden bei der Zucht keine GM-Technologie und kein Kloning. Unsere Wissenschaftler bei R&D Tours sind Pioniere in der Forschung nach Varietäten, die bei entsprechend optimierten Zuchtbedingungen potenziell den Ertrag verdrei- oder sogar vervierfachen können. Die Pflanzen werden anhand einer Methode propagiert, die als «somatische Embryogenese» bezeichnet wird, eine beschleunigte Reproduktion von Saatgut mit hohem Potenzial. Im Vergleich zu gewöhnlichen Methoden zur Pflanzenvermehrung sind die so gezüchteten Pflanzen besser aufgebaut, einheitlicher und robuster, obwohl sie keiner Genmanipulation unterzogen wurden. Pflanzen vermehren sich seit Tausenden von Jahren auf diese Weise. Kartoffeln erzeugen beispielsweise Triebe, aus denen neue, identische Pflanzen entstehen.

5. Wo werden die Maschinen und ihre Komponenten hergestellt? Nutzen Sie Lieferketten in Entwicklungsländern, z.B. in Asien? Sind die Arbeitsbedingungen in allen Fabriken innerhalb Ihrer Lieferkette auf Einhaltung internationaler Standards geprüft worden?

NESCAFÉ® Dolce Gusto® werden in China hergestellt. Der Produzent hat den Nestlé Lieferanten-Kodex unterzeichnet und hält die lokalen Vorschriften ein. Dieser Kodex wird ergänzt durch die Richtlinien für verantwortungsbewusste Beschaffung, die mit den international anerkannten Produktionsstandards abgestimmt sind und sogar noch weiter gehen. Ausserdem sind über 75% unserer Lieferanten zertifiziert und SMETA-zertifiziert (Sedex Member Ethical Trade Audit). Bis Ende 2014 sollen auch die verbleibenden Lieferanten das Zertifikat erhalten.

6. Weshalb verwenden Sie Kunststoff für die Kapseln statt recycelbares Material (wie Aluminium) oder biologisch abbaubares Material?

Gewisse Arten von Plastik können in der Tat recycelt werden, z.B. PET-Getränkeflaschen. Bei der Konzipierung unserer Kapseln wurden alle möglichen Materialien in Erwägung gezogen, hängt ihre Wirkung auf die Umwelt doch auch wesentlich von der jeweiligen Anwendung ab. Die NESCAFÉ® Dolce Gusto® Kapseln bestehen aus hochwertigem Plastik, das dem hohen Brühdruck, dem es in der Maschine ausgesetzt ist (max. 15 bar), gut stand hält. Papier beispielsweise käme da nicht in Frage. Die von uns genutzte Technologie gestattet auch die Zubereitung von «langen» Kaffees. Es wurden auch biologisch abbaubare Materialien in Betracht gezogen. Nach dem heutigen Stand der Technik und unter Berücksichtigung der Form und der Grösse unserer Kapseln eignet sich jedoch der Lebenszyklus dieser Materialien nicht zu diesem Zweck, weshalb wir davon absehen mussten. Dazu kam, dass wir eine übermässige Ummantelung der einzelnen Kapseln vermeiden wollten. Plastikkapseln sind sehr gut gegen Licht und Sauerstoff geschützt, sodass die Aromen über lange Zeit erhalten bleiben. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die aus den gebrauchten Kapseln gewonnene Energie vom kalorischen Wert von Kunststoff profitiert und daher Öl gespart wird.

7. 7) Weshalb werden die NESCAFÉ® Dolce Gusto® Kapseln nicht in allen Ländern dem Recycling zugeführt?

Der Grund liegt in der teilweise noch fehlenden Infrastruktur. Um Abhilfe zu schaffen, haben wir in Portugal einen Rücknahmeprozess eingeführt, bei dem die runden Plastikteile der Kapseln für die Herstellung von Möbeln verwendet werden, während der Kaffeesatz kompostiert wird. Zur Erweiterung dieses Ansatzes haben wir damit begonnen, auch in anderen Ländern eigene Sammel- und Recycling-Lösungen  zu entwickeln. Da die gebrauchten Kapseln sich zur Rückgewinnung von Wärme eignen, ergibt sich eine Einsparung von Öl.