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INITIATIVEN
VOR ORT

«Globale» Programme sind immer ein wenig abstrakt.
Deshalb möchten wir Ihnen über einige unserer lokalen
Initiativen berichten, damit Sie sich ein Bild machen können,
welche Ergebnisse wir gemeinsam mit unseren Partnern
erreicht haben. Überzeugen Sie sich selbst, was alles möglich ist.

DIE STORY

Brasilien produziert etwa ein Drittel des weltweit angebauten Kaffees und ist bei weitem der grösste Kaffeehersteller – und folglich auch einer unserer wichtigsten Kaffeelieferanten.
Ein Teil der Kaffeeproduktion in Brasilien ist bereits 4C-zertifiziert und die Farmer haben moderne, nachhaltige Methoden eingeführt.

In der Region Monte Santo (im Staat South Minas Gerais) haben wir mit unseren lokalen Partnern Coex und Cooxupe ein spezifisches Programm etabliert.  Die hauptsächlichen Ziele sind die Einführung umweltschonender landwirtschaftlicher Methoden, die Verbesserung der Lebensbedingungen der Farmer, die Trinkwasserversorgung und die Behandlung von Abwasser.

 

WAS WIR VOR ORT UNTERNEHMEN

Veranstalten von Schulungen für kleine Gruppen von Farmern zur Vermittlung von verantwortungsbewussten, ökologischen Anbaumethoden bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität. Seit 2012 wurden 91 Einheimische durch unsere Agronomen in Themen wie Schädlingsbekämpfung, Wassermanagement und der Führung kleiner landwirtschaftlicher Betriebe geschult.

Ausserdem bieten wir über ein Couponsystem kostenlose Boden- und Pflanzenanalysen.  So können die Farmer die Düngemittelmengen optimal dosieren. Letztes Jahr haben wir rund 100 Analysen finanziert. Die Ziele sind Gewährleistung einer hohen Ernteausbeute bei reduziertem Kostenaufwand und verringertem Risiko einer Wasserverschmutzung.

Als Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Farmer finanzierten wir im Jahr 2012 die Installation von sieben Kläranlagen.

 

UND WAS KOMMT ALS NÄCHSTES?

Zusammen mit unseren lokalen Partnern führen wir das Programm zur Unterstützung der brasilianischen Farmer und einer verantwortungsbewussten Landwirtschaft zielstrebig weiter.

Auch dieses Jahr veranstalten wir wiederum Schulungen für mehr als 100 Farmer und Kurse für eine gesunde Ernährung, die sich an die Frauen richten. Zur Optimierung der Düngung sind um die 900 Boden- und Blattanalysen geplant. Darüber hinaus wollen wir ein integriertes Schädlingsbekämpfungssystem einführen, um der Nutzung von Chemikalien entgegenzutreten.

Ein besonderer Fokus liegt derzeit auf dem Erhalt der lokalen Wasserressourcen – auf einigen der Anwesen gibt es Quellen; in solchen Fällen werden wir die notwendigen Zahlungen an die Farmer leisten, damit sie die Quellen durch entsprechende Bepflanzung und Zäune schützen können.2013 haben wir acht neue Kläranlagen sowie Behandlungen mit Chlor zur Gewährleistung von Trinkwasser finanziert.

DIE STORY

Mit einer jährlichen Gesamtproduktion von rund 50'000 Tonnen und 250'000 im Kaffeesektor Beschäftigten war und ist Kenia ein wichtiger Kaffeehersteller. Dennoch gehören die einheimischen Kaffeebauern zu den ärmsten der Welt (Einkommen unter US$ 12 im Monat).  Als Käufer von kenianischen Kaffeebohnen seit mehr als 30 Jahren haben wir ein Projekt auf den Weg gebracht, das den Bauern zu einem höheren Verdienst verhilft, aber gleichzeitig auch den verantwortungsbewussten Anbau fördert.

Gegen Ende 2011 etablierten wir eine Partnerschaft mit Coffee Management Services (CMS) Ltd. zur Umsetzung eines 3-Jahres-Projekts zu Gunsten von 26'000 Farmerfamilien in verschiedenen Anbaugebieten in der Region um Nyeri City sowie mit der Farmer’s Cooperative Society, die dort 27 Nassmahlwerke betreibt.
 

WAS WIR VOR ORT UNTERNEHMEN

Mit dem Programm verfolgen wir drei Hauptziele:

  • Mit dem Programm verfolgen wir drei Verbesserung der Qualität, Steigerung der Einkünfte durch Direktbeschaffung,
  • Einführung des ökologischen Anbaus,
  • Einführung von ertragsreicheren und krankheitsresistenten Kaffeesträuchern.

Ein wichtiger Aspekt bei der Steigerung der Produktivität ist das Identifizieren der besten Kaffeesorten für die Region. Dazu legten wir 26 «Demo»- Anbauflächen an, die wir gemäss den saisonalen Aktivitäten bewirtschafteten, und benutzten sie für den Unterricht in «guten landwirtschaftlichen Produktionsmethoden».  Eigens zu diesem Zweck beschäftigten wir sechs Agronomen in Vollzeit.

 

Wir schulten 371 «Promoter»-Farmer, die dann das vermittelte Wissen an 16'000 andere Farmer in Kenia weitergaben, um sie zu verantwortungsbewussterem Anbau zu veranlassen (reduzierte Verwendung von Chemikalien, Kompostieren statt Verbrennen von Kaffeehäutchen und Anpflanzen von Vetivergras zur Verhinderung der Bodenerosion.  Unter den Promoter-Farmern waren auch 74 Frauen. Sie hatten die Gelegenheit, an einem speziellen Emanzipationsprogramm teilzunehmen.

Zur Ertragssteigerung und qualitativen Verbesserung der für die Region besonders geeigneten Kaffeepflanzen wurden neun Baumschulen eingerichtet, die über 172'000 Sämlinge produzieren. Um eine optimale Düngung sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass die Farmer die 4C-Verifizierung erhalten, analysierten wir 2470 Bodenproben von 1250 Anbauflächen.

 
 

UND WAS KOMMT ALS NÄCHSTES?

Wir werden diese Initiativen weiter verfolgen und ausbauen. Die Demo-Flächen sollen auch in Zukunft für Schulungen und zur Aufzucht von für die lokalen Gegebenheiten optimalen Kaffeepflanzen genutzt werden. Selbstverständlich wird auch die Kaffeequalität kontinuierlich überwacht.

Unser Ziel für 2014 ist es, für 28'000 Kaffeebauern die 4C-Zertifizierung zu erlangen und fünf von den neun Baumschulen verifiziert zu bekommen. Damit soll erreicht werden, dass bei Abschluss des Projekts mehr kenianische Farmer nach den Regeln des 4C-Kodex produzieren.

DIE STORY

Äthiopien gilt als die Wiege des Kaffees. Die Legende besagt, dass die belebende Wirkung des Kaffees von Hirten entdeckt wurde, nachdem ihre Schafe sich an den Früchten eines damals unbekannten Strauchs gütlich getan hatten. An ihrem Feuer «brühten» die Hirten dann den ersten Kaffee.  Äthiopien produziert jährlich über 300'000 Tonnen Kaffee, der weltweit als einer der hochwertigsten gewaschenen Arabicas geschätzt wird. Kaffee macht rund ein Viertel des äthiopischen Exports aus und bietet Millionen von Klein(st)bauern eine Beschäftigung.

Die hohe Qualität ihres Kaffees kann jedoch den Mangel an technischer Unterstützung und an Werkzeugen für die Einführung guter Anbaumethoden sowie  die fehlende Koordination und Rückverfolgbarkeit nicht wettmachen: Die lokalen Farmer sind nicht in den Handel eingebunden und befinden sich in einem negativen Kreislauf schrumpfender  Produktion und wachsender Schulden.  

Als grösster Nescafé Käufer von äthiopischem Kaffee war es an uns, einen Weg zu finden, um die Qualität zu verbessern, die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten und umweltbewusste Anbau- und Bewirtschaftungsmethoden einzuführen.

Aus diesem Grund beauftragten wir, gemeinsam mit der Bill und Melinda Gates Stiftung eine internationale Nichtregierungsorganisation, TechnoServe Coffee Initiative, als Partner. Sie wird die Farmer bei ihren Anstrengungen unterstützen, die verlangen internationalen Standards zu erreichen.  

Seit 2009 arbeiten wir mit einer Gemeinschaft von Kleinbauern in einer Kaffeeregion im Süden Äthiopiens, um sie in die modernen Anbaumethoden einzuführen. Ziel ist die Verbesserung der Kaffeequalität und eine Steigerung der Produktionsmenge. Dies wiederum soll helfen, ihren Lebensstandard und den der folgenden Generationen zu verbessern.
 

WAS WIR VOR ORT UNTERNEHMEN

NESCAFÉ® Dolce Gusto® und seine Partner unterstützen auf der einen Seite die Bauern mit technischen Mitteln, auf der anderen beraten wir die Führung der Genossenschaft in landwirtschaftlichen und prozessorientierten Belangen, immer mit dem Ziel, Qualität und Ertrag zu steigern.  

Wir versuchen auch, ihr Bewusstsein für den Erhalt der natürlichen Ressourcen zu fördern und ihnen Wissen über Abwassermanagement, Bodenerosion, Kompostierung, Einrichten bzw. Sicherung von Feuchtgebieten und Lagunen und allgemeine Management- und kaufmännische Fähigkeiten. Seit 2012 haben unsere Agronomen und Landbauexperten um die 10000 Farmer geschult, wobei der Anteil an Frauen ca. 35% ausmacht.

Darüber hinaus haben wir im Rahmen der Kaffee-Initiative (gemeinsam mit der Bill and Melinda Gates Foundation) 13 Nassmahlwerke auf Vordermann gebracht. TechnoServe bietet nicht nur technische Unterstützung beim Betrieb und dem Management der Mahlwerke, sondern erfüllt auch eine beratende Funktion bei der Entwicklung und Führung der Kooperativen.

Durch die erzielten Verbesserungen bei der Qualität und der Kapazität können die Kleinbauern jetzt durchgehend und zuverlässig qualitativ hochwertigen gewaschenen Kaffee produzieren. Dank der grösseren Absatzmengen steigen die Erlöse, zumal gewaschene Kaffees fast 50% höhere Preise erzielen als ungewaschene.
 

UND WAS KOMMT ALS NÄCHSTES?

Diese Initiative sorgt durch Schulung und bessere Integrierung in den Markt dafür, dass die Bauern von der rapide ansteigenden Nachfrage nach Spitzenkaffees profitieren können.
Zusammen mit lokalen Partnern werden wir unsere landwirtschaftlichen Schulungsprogramme auf weitere 20000 Kaffeebauern in Äthiopien ausdehnen und damit die Farmer motivieren, nachhaltige Agrarmethoden zu nutzen. Bis Ende 2014 sollen 26 weitere Nassmahlwerke von einer Steigerung der Qualität und der produzierten Menge profitieren.
Unser Ziel ist es, auch in Zukunft eng mit den Bauern zusammenzuarbeiten und sie anzuregen, Best Practices einzuführen. Nur so lassen sich Qualität, Produktivität und Rückverfolgbarkeit auf nachhaltige Weise verwirklichen. Uns schwebt vor, 100% grünen Kaffee rückverfolgbar zu beschaffen. Denn dann können wir vermehrt auf äthiopischen Kaffee zurückgreifen.